Informationsveranstaltung in Großbettlingen am 20. April

Die Bürgerinitiative BISS informiert, dass am 20. April um 20:00 Uhr im kultur forum (Scheidwasenstrasse 3 in 72663 Großbettlingen) eine Informationsveranstaltung der Gemeinde Großbettlingen stattfinden wird. Nach den der Gemeinde Großbettlingen vorliegenden Informationen sei ein neuer Alternativstandort, der noch näher an der Gemarkung Großbettlingen liegt, im Gespräch. Über diese Entwicklung zeigt sich die Gemeinde Großbettlingen sehr besorgt.

TCR Mitgliederversammlung am 23. März

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Tennisclubs Raidwangen findet am Freitag, den 23. März um 20:00 Uhr im Tennisheim Raidwangen statt. Die Vereinsleitung freut sich, viele Mitglieder begrüßen zu können.

Welche Projekte werden versorgt?

Heike Gantke, Großbettlingen. Zum Artikel in der Nürtinger Zeitung “Kampf an allen Versorgungsfronten” vom 10. Februar.

Da will also Herr Klaußer “nicht in den Verdacht geraten, die Situation zu nutzen”. Schnell nutzt er aber dennoch die Gunst der Stunde und verweist darauf, dass in der angespannten Gasversorgungssituation eigene Ressourcen, die wir zum Beispiel durch den Bau einer Biogasanlage bekämen, sehr hilfreich wären. Aber Moment mal. Was genau heißt denn eigene Ressourcen? Wem wird eigentlich wie viel Biogas aus der Anlage zur Verfügung stehen, falls sie irgendwann in Betrieb gehen sollte? Handelt es sich hier wirklich um ein Projekt zur Versorgung Nürtingens?

Vor einer Woche meldete das Unternehmen Minol aus Leinfelden-Echterdingen auf seiner Homepage: “Minol-Energie bringt Biogas auf den Markt”. Die MinolEnergie ergänze ihre Produktpalette und biete “Minogas” jetzt auch mit umweltfreundlichem Biogas an. Das Gas stamme aus einer Großanlage bei Nürtingen, die Speisereste und Abfälle aus lebensmittelverarbeitenden Betrieben verwertet. Es handelt sich offensichtlich um eine etwas “verfrühte” Pressemitteilung. Zur Erinnerung: Die Minol-Energie ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Minol und den Nürtinger Stadtwerken, wobei Minol aber 75 Prozent der Unternehmensanteile besitzt. Die Minol-Energie bezeichnet sich als Experten für die Wohnungswirtschaft sowie als professionellen, günstigen und bundesweiten (!) Energieanbieter für Wohnungsgesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften. Mit-Geschäftsführer Fiedler spricht im Zusammenhang mit dem angebotenen Nürtinger Biogas von “unserer Anlage” und wirbt unter anderem damit, dass Gaskunden in Baden-Württemberg bei einem zehnprozentigen Biogasanteil die Vorgaben des EWärmeG erfüllen und somit teure Zusatzinvestitionen, zum Beispiel in eine Solaranlage, sparen.

Spannend ist die Frage, wie sich diese Zielsetzung mit der des Nürtinger Kooperationsprojektes “Solardachinfo” verträgt. Auf der Homepage der Stadt Nürtingen zumindest sind Biogasanlage und “Solardachinfo” friedlich in der Rubrik “Aktuelles” vereint.

Jahreshauptversammlung Obst- und Gartenbauverein am 24. Februar

Am Freitag, den 24. Februar 2012 findet in unserem Vereinsheim die diesjährige ordentliche Jahreshauptversammlung statt. Alle Mitglieder des Vereins sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 20.00 Uhr.

Herr Mückschel von der Firma ‘Die Bäumler’ hält am Anschluß an die Versammlung einen Vortrag mit dem Thema: Wohin geht die Reise? Trends und Perspektiven in der Pflanzenverwendung.

Mehr Info zum OGV Raidwangen

Umweltverträglicheren Standort suchen


Leserbrief zum Artikel “Falscher Standort für die Biogasanlage” vom 20.01.2012:

Da Herr Gottwald die von BISS genannten raumordnerischen Einwände nicht verstanden hat, dazu noch einmal in Kürze: Es handelt sich bei dem Standort „Großbettlinger Gatter“ um eine Fläche im Regionalen Grünzug, die im Biotopverbund einen Landschaftskorridor für wandernde Tierarten darstellt und die eine Vorbehaltsfläche für landwirtschaftliche Nutzungen ist. Darüber hinaus ist sie für die nächtliche Kaltluftproduktion und Frischluftzufuhr insbesondere der Nürtinger Siedlungsbereiche von Bedeutung. Zahlreiche Träger öffentlicher Belange haben erhebliche Bedenken gegen die Zielabweichung geäußert.

Wenn sich jemand abseits regionalplanerischer Argumentation bewegt, dann ist es das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Notwendigkeit, im Verdichtungsraum die letzten freien Flächen zu sichern, wird von dort nicht gesehen. Stattdessen werden Regionale Grünzüge und landwirtschaftliche Flächen zum Abschuss freigegeben, und Nürtingen erhält zusätzlich zum Gewerbeschwerpunkt „Großer Forst“ ein Industriegebiet im Freiraum. Dabei wäre eine Freihaltung des „Großbettlinger Gatters“ gerade als Ausgleich zum Gewerbeschwerpunkt für Landwirtschaft und Klima von Bedeutung.

In diesem Beitrag fehlt zudem der wichtige Hinweis, dass in Großbettlingen nicht etwa diffuse Ängste vor Geruchsbelästigungen umgehen, sondern dass zu diesem Thema ein Gutachten (erstellt im Auftrag der Stadtwerke) vorliegt. Dessen Ergebnisse dürften auch die Bewohner des Enzenhardts interessieren. Denn wer hätte gedacht, dass durch die Errichtung der Anlage im „Großbettlinger Gatter“ für diese Siedlung sogar größere Belästigungen zu erwarten sind als bei einer Realisierung im „Großen Forst“. Aber der Stadt Nürtingen sind (noch nicht vorhandene) Wohnnutzungen im Gewerbegebiet offensichtlich wichtiger.

Für dieses Vorhaben wäre es zumutbar und vernünftiger Weise geboten, einen umweltverträglicheren Standort in der Region zu suchen.

Leserbrief Heike Gantke, Nürtinger Zeitung 27.01.2012

Kehraus in Raidwangen

Am 21. Februar findet der inzwischen zur Tradition gewordene Kehraus in Raidwangen statt. Die Freie Narrenzunft Raidwangen freut sich auf viele Zuschauer. Der Umzug startet um 17:00 Uhr. Die Freunde der Guggenmusik werden auf ihre Kosten kommen.

Biogas ist gut für den Standort Nürtingen

Als Besitzer eine Gasheizung begrüße ich den geplanten Biogas-Einstieg der Nürtinger Stadtwerke. Ich erhoffe mir dadurch bezahlbares Gas, was ökologisch erzeugt wurde. Angesichts des überhasteten Atomausstiegs letztes Jahr müssen wir Alternativen schaffen und Biogas ist sicherlich eine. Für Nürtinger bedeutet eine solche Anlage Imagegewinn und Arbeitsplätze. Nach dem Drama um Boss (der ja jetzt auf den Fildern sein Großlager bauen wird – die Redaktion) sollten wir jetzt nicht auch beim Biogas einknicken. Nürtingen hat jetzt die einmalige Chance, mit einer solchen Anlage für die Zukunft gut gerüstet zu sein!

Mangelnde Information zum Thema “Biogas”?

In der Vergangenheit wurde über die geplante Biogasanlage heftig diskutiert. Als neutraler Betrachter hat man den Eindruck, dass die Geruchsbelästigung – stinkt die Anlage oder stinkt sie nicht – das Hauptproblem wäre. Die Argumente der angrenzenden Bewohner, der Initiative BISS und der Gemeinde Großbettlingen werden von der Verwaltung sowie der Politik schlichtweg ignoriert. Unter dem Deckmantel “Bio” ist anscheinend alles erlaubt.

Jetzt sind die Stadträte in der Pflicht und gefordert, sich endlich einmal vertiefend zu informieren und zwar bei unabhängigen Fachleuten, Presse und Medien. Als Zuschauer bei den entsprechenden Gemeinderatssitzungen war man fassungslos, mit welchen Argumenten dem Gemeinderat suggeriert wurde, dass in Nürtingen eine wegweisend Anlage entstehen würde. Ebenso bei den folgenden Informationsgesprächen, wo doch nur die Reefood-Prospektseiten den Bürgern präsentiert wurden.

Eine verantwortungsbewusste Verwaltung und ein dem Bürger verplfichteter Gemeinderat sind nun gefordert, dieses fragwürdige Projekt sofort zu stoppen und über eine machbare Alternative nachzudenken.

Warum?
Es gibt keine detaillierte Kostenplanung. Laut Stadtwerke rentiert sich so eine Anlage nur mit Einspeisevergütung (EEG). Wie hoch ist der EEG-Zuschuss? Ist der Zuschuss in der eingeplanten Höhe abgesichert? Wie sieht die Rechnung ohne EEG-Vergütung aus?
Wer bezahlt den Rückbau der Anlage nach Ablauf der EEG-Vergütung? Wer bezahlt die Erschließungskosten sowie entstehende Risiken? Welche Erschließungskosten entstehen einschließlich Rückbau? Würde Refood die Biogasanlage auch ohne Beteiligung der Stadtwerke bauen, d.h. Erwerb des Grundstückes, Abgaben und Gewerbesteuer bezahlen? Werden die Stadtwerke an dem Refood Erlös für das Entsorgen der Speisereste beteiligt? Die geplante Umwandlung von Biogas zum Einspeisen ins Gasnetz ist laut Fachpresse sehr aufwendig und teuer. Im Zeichen der Energiewende benötigen wir vor allem Strom, der im Gegensatz zum Gas für alle Bürger der Stadt zur Verfügung steht.

Im Zeichen des “Dialoges auf Augenhöhe” und Bürgerbeteiligung, könnte Nürtingen endlich mal wieder positive Schlagzeilen machen und seine Bürger und Steuerzahler nicht in ein äußerst gewagtes Projekt treiben.

Biogasanlage Pro und Contra

Die Biogasanlage scheint die Nürtinger immer noch zu bewegen. So erreichten uns verschiedene Leserbriefe, die wir in loser Folge unter rixa.de wiedergeben möchten. Unser Portal ist der Pluralität und Vielfalt der Meinungen verpflichtet und nimmt eine neutrale Position ein. Meinung entsteht unserer Meinung nach aber nur dann, wenn ein Sachverhalt von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Wir wünschen unseren Lesern viel Spaß bei ihrer individuellen Meinungsbildung.

BISS informiert

Die ‘Bürgerinitiative gegen eine Industrielle Speisereste-Vergärungsanlage’ (BISS) informiert über den aktuellen Stand und lädt alle interessierten Bürger zu einer Veranstaltung am Montag, den 27. Februar um 20:00 Uhr im Waldheim in Nürtingen-Roßdorf ein.